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Besuch der KZ Gedenkstätte Dachau
Die Klassen 9a und 9b trafen sich schon sehr früh (7.15 Uhr) an der Schule. Frau Thoy hat die Anwesenheit kontrolliert. Herr Gutscher und Herr Stokker waren auch dabei (Herr Stokker mit kleiner Verspätung).Dann ging es los: Ab zur Bushaltestelle, an der unser toller und sehr netter Busfahrer Willi auf uns schon gewartet hat. 7.30 Uhr waren wir dann offiziell unterwegs.
Viele von uns haben im Bus geschlafen, weil es doch sehr früh war. Eigentlich sollten wir um 10.30 Uhr in Dachau ankommen. Jedoch hatten wir Verspätung, da vor Dachau und München Stau war. Ankunft in Dachau war um 10.50 Uhr. Herr Stokker und Frau Thoy rannten los, um uns anzumelden. Der Guide wartete schon angespannt auf uns.
Vor Ort standen wir dann vor dem Lagertor bzw. dem Eingang zum KZ-Lager. Hier konnten wir die Aufschrift „Arbeit macht frei“ lesen. Für uns war es ein komisches und bedrückendes Gefühl durch das Tor zu laufen. Dann standen wir auf dem Appellplatz – ein sehr großer Platz. Der Guide erzählte uns aber, dass früher bis zu 200.000 Menschen im KZ eingesperrt waren. Auf einmal wirkte der Platz nicht mehr so groß. Wir haben unterschiedliche Gebäude angeschaut – darunter den Verhörraum, die Gefängniszellen, die Baracken, den Schubraum und die Krematorien.
Besonders beeindruckt haben uns die Baracken – hier speziell die Betten, in denen die Häftlinge schlafen mussten. Bis zu 3-4 Menschen in einem Bett. Keine Decken, keine Kissen. Krankheiten haben sich in den kleinen Baracken einfach verbreitet. Medizinisches Personal war wohl vor Ort, jedoch hat dieses hauptsächlich medizinische Versuche an den Häftlingen durchgeführt (hierbei starben auch viele der Insassen).
Am Bedrückendsten waren dann die Krematorien, in denen die Leichen verbrannt wurden. Für viele war es schwer die Räume anzuschauen – und vor allem zu verstehen, was hier wirklich passiert ist. Viele konnten ihre Emotionen nicht verbergen. Alle waren emotional berührt.
Unser Guide, der sehr schnell unterwegs war, hat uns dann wieder auf den Appellplatz geführt und uns verabschiedet. Danach durften wir uns noch eigenständig im KZ bewegen.
Um 13.30 Uhr saßen wir dann wieder im Bus.
Unser Busfahrer Willi war so lieb und hat für uns eine Pause bei McDonalds gemacht. Hier konnten wir uns stärken und den Tag mit interessanten Gesprächen ausklingen lassen. Vor allem konnten wir uns auch aufwärmen, denn in der Gedenkstätte war es doch sehr frisch.
Dann ging es weiter Richtung Schule. Viele von uns waren richtig laut und ließen andere, die müde waren, nicht schlafen. Dennoch waren alle glücklich und hatten eine gute Zeit. Gegen 17.30 Uhr kamen wir dann wieder in Sindelfingen an.
Danke für die tollen und bewegenden Eindrücke an diesem Tag.
Danke für ein wenig Zeit außerhalb des Klassenzimmers.
Danke an alle, die diesen Ausflug möglich gemacht haben.
Bericht: Aus den Federn der Klasse 9b


